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Kategorien: Interaktive Exponate, Kultur & Museen

Auftraggeber : Museum für Kommunikation

Kommunikation geht weit über das Schreiben von Briefen oder das Tätigen von Anrufen hinaus. Das Museum für Kommunikation in Bern zeigt und lässt erleben, wie vielfältig Kommunikation wirklich ist. Seit August 2017 beherbergt das Museum eine Dauerausstellung des Ausstellungsdesigners Kossmann.dejong. IJsfontein entwickelte zwölf interaktive Installationen für diese Ausstellung, die jeweils einen anderen Aspekt von Kommunikation zeigen.

Das Museum

Warum kommunizieren wir? Auf welche Weise kommunizieren wir? Und was nutzen wir zur Kommunikation? Die neue Dauerausstellung beschäftigt sich mit all diesen Fragen. Im Zentrum steht ein großes “Labor der täglichen Kommunikation”, in dem man alle Seiten der Kommunikation erleben und erforschen kann. Darüber hinaus präsentiert das Museum die Themen Erinnerung, Digitalisierung, Geschichte der Kommunikation und Kommunikation-Theorien. Es wird verschiedenen Fragen nachgegangen, zum Beispiel ob es tatsächlich möglich ist, Multi-Tasking zu betreiben.

Nachhaltigkeit

Der Erfolg einer permanenten Ausstellung mit interaktiven Installationen hängt von verschiedenen Faktoren ab: Einheit in Stil und Präsentation, inhaltliche Variation und klare Interaktion sind essentiell. Die Spiele sollen auch in 8 Jahren noch relevant und attraktiv für das Publikum sein. Um dies zu erreichen, suchten wir nach einer Kombination aus Innovationen und bewährten Techniken. Zeitkritische Inhalt werden mit einem Content Management System die Anwendungen implementiert, damit sie auf dem neuesten Stand gehalten warden können.

Film Karaoke

Was ist wichtiger: Was du sagst oder wie du es sagst? Oder ist vielleicht die Körpersprache wichtiger? All das kann man in “Film Karaoke” ausprobieren. Mit dieser Installation kann man kurzen Szenen aus berühmten Filmen die eigene Stimme geben. Zum Vergleich kann man die Szene mit der urspünglichen Schauspielerstimme abspielen. Das Ergebnis ist oft urkomisch und zeigt, dass gute Kommunikation nicht immer einfach ist.

Kommunikation mit Computern

Neben der zwischenmenschlichen Kommunikation thematisiert das Museum auch die Kommunikation mit Computern. Statt mit Maus oder Tastatur oder Joystick bewegt man virtuelle Blöcke mit einem Schiebeschalter oder dreht mit einem Zifferblatt Elemente in einem Puzzle-Spiel. Beim Abendessen im Museum wird mit Handbewegung kommuniziert.

Zeigen Sie auf was Sie wollen

Ein schön gedeckter Esstisch, gegenüber sitzt ein gefilmtes Familienmitglied, das Gespräch beginnt ohne Umschweife. Das Familienmitglied gibt wiederholt Auswahlmöglichkeiten, zum Beispiel um das Thema der Konversation festzulegen. Die Steuerung der Konversation erfolgt über Symbole im Video, auf die man entsprechend zeigen kann. Die Interaktion ist sehr einfach und fühlt sich natürlich an, obwohl die Anzahl der möglichen Richtungen, in die das Gespräch gehen kann, enorm ist.

Spiele schaffen Bewusstsein

Ein großer Teil der Spiele im neuen Museum schaffen Bewusstsein für das eigenes Verhalten. Im Spiel “Profiler”, einer interaktiven Kinect-Installation, wird durch Beantwortung verschiedener Fragen zu Stil, Hobbies oder Musikgeschmack, spielerisch ein persönliches Profil erstellt und auf eine Fotokopie der/s Spieler/in angewendet. Wenn Sie dies zusammen mit einer weiteren Person tun, werden Ihre Unterschiede und Ähnlichkeiten schnell offensichtlich. “Profiler 2.0” führt Sie in die digitale Welt. Wie präsentiert man sich in den sozialen Medien? Was zeigt man und was nicht? Wie sieht das eigene Verhalten im Vergleich zu dem anderer aus?

Ein Spaziergang durch das Museum in Google Streetview:
Ein langer Weg nach Bern? Kein Problem! Das Museum lässt sich auch in Google Streetview begehen.